Ein Vorreiter der nachhaltigen Architektur: Renzo Piano

Für den aus Genua stammenden Stararchitekt ist Nachhaltigkeit der einzig gangbare Weg. Die Grupo Gámiz hatte das Glück, bei dem von Renzo Piano entworfenen Projekt MOdA, dem neuen Sitz der Pariser Anwaltskammer, mitarbeiten zu können

„Nachhaltig bauen heißt, für die Zukunft bauen und den Blick über die physischen Aspekte hinaus auf die nachhaltige Ausdruckskraft und Nutzbarkeit unter Berücksichtigung der Belastbarkeit und der Energieressourcen des Planeten richten.“

Deutlicher kann man es wohl kaum ausdrücken, und dies macht klar, dass Renzo Piano über den schöpferischen und gestalterischen Prozess hinaus in der Lage ist, die Begrifflichkeiten der von ihm vertretenen Konzepte auf überzeugende Weise zu vertreten. Der aus Italien stammende Architekt wurde 1988 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. Er ist ein Weltstar der Architektur und ein Idol für all jene ArchitektInnen und GestalterInnen, die mit ihren Projekten beeindrucken und nachhaltig beflügeln wollen.

Renzo Piano, arquitecto italiano, ganador del Premio Pritzker.

Renzo Piano, arquitecto italiano, ganador del Premio Pritzker | Foto vía Floornature

Von der High-Tech-Architektur zum nachhaltigen Umdenken

Es ist aus heutiger Sicht nahezu unmöglich festzustellen, ob die von Renzo Piano durchlaufene persönliche Evolution ein Ergebnis der sich abzeichnenden Veränderungen war, oder ob der Architekt selbst die Triebfeder zur Integration des Konzepts Nachhaltigkeit in die Architektur war. Am Beginn seines Erfolgs stand jedenfalls ein High-Tech-Projekt, ein emblematischer Gebäudekomplex der als einschneidender Wendepunkt in der Geschichte der modernen Architektur gilt.

Sein gemeinsam mit Richard Rogers entworfenes Centre Pompidou in Paris wurde als Meilenstein und zukunftsweisender Höhepunkt der zeitgenössischen Architektur gefeiert. Es dauerte jedoch nicht lange, bis man auf den enormen Energieaufwand aufmerksam wurde, der zum Betrieb des Museumskomplexes erforderlich war. Ein weiteres Problem stellte der überaus rasch voranschreitenden Alterungsprozess der beim Bau genutzten Metalle dar. Die Ölkrise des Jahres 1973 verlieh dieser Art von Problemstellung eine neue Dimension und leitete mit der Hinwendung zur nachhaltigen Architektur eine weltweite Trendwende ein.

Nachhaltige Baustoffe als Grundlage der Projekte von Renzo Piano

Renzo Piano und andere High-Tech-Architekten (darunter Rogers und Norman Foster) gründeten nach der Teilnahme an einem Kongress über Solarenergie in der Architektur und Stadtplanung die Gruppe READ. Das Ergebnis war ein Paradigmenwechsel und die Geburt des Konzepts der nachhaltigen Architektur.

Was die Projekte von Renzo Piano seither charakterisiert, ist die sämtliche wichtigen Entscheidungen prägende nachhaltige Sichtweise. Die Auswahl der geeigneten Baustoffe ist entscheidend. So sind 95% der Baumaterialien, die zur Errichtung des Londoner Wolkenkratzers The Shard genutzt wurden, Recyclingmaterialien. Das zum Bau der Glasfassade eingesetzt Glas verfügt über einen sehr geringen Eisengehalt.

The Shard, Londres | Arq: Estudio de Renzo Piano | Foto vía The Shard

Das prägende Merkmal des Astrup Fearnley Museum für moderne Kunst im Hafen von Oslo ist die spektakuläre Holzstruktur, beim Bau des Auditorium Parco della Musica in Rom kamen Travertin, voroxidiertes Blei und handgefertigte Ziegel zum Einsatz.

Astrup Fearnley Museo de Arte Moderno

Astrup Fearnley Museo de Arte Moderno. Oslo, Noruega (2012) | Arq: Estudio de Renzo Piano | Foto vía realestatemarket

Das Tjibaou-Kulturzentrum in Neukaledonien ist ein spektakuläres Beispiel für Kreativität und Nachhaltigkeit. Die zehn avantgardistischen, aus Holz gefertigten Pavillons mit Bambuswänden werden direkt an der Küste und inmitten der üppigen Vegetation zum beeindruckenden Blickfang.

Centro Cultural Jean Marie Tjibaou. Renzo Piano

Centro Cultural Jean Marie Tjibaou | Arq: Estudio de Renzo Piano | Foto vía asombrosaarquitectura

Das MOdA, der neue Sitz der Pariser Anwaltskammer wurde mit VIGAM gebaut

Uns, von der Grupo Gámiz wurde eine große Ehre zuteil: Renzo Piano hat unser Produkt VIGAM, das weltweit einzige Brettschichtholz aus Eiche mit EC-Kennzeichnung für tragende Zwecke zum Bau der Maison de L’Ordre des Avocats, dem neuen Sitz der Pariser Anwaltskammer gewählt.

fachada con muro cortina de madera en la obra que Renzo Piano ha hecho en Maison de l’Ordre des Avocats Paris Francia

The Maison de l’Ordre des Avocats | Arq: Estudio de Renzo Piano | Producto Grupo Gámiz: Viga laminada de roble – Muro Cortina | Foto vía ©L.Zylberman/Graphix-Images

Aplicación de muro cortina de madera por Renzo Piano en su proyecto en París The Maison de l’Ordre des Avocats

The Maison de l’Ordre des Avocats | Arq: Estudio de Renzo Piano | Producto Grupo Gámiz: Viga laminada de roble – Muro Cortina | Foto vía Facebook Renzo Piano Building Workshop

Das Gebäude ist Teil der Cité Judiciaire und Renzo Piano hat es mit einer aufsehenerregenden Glasfassade geschmückt, die von einer Pfosten-Riegel Konstruktion aus VIGAM getragen wird. Die ästhetischen Qualitäten von Eichenholz ermöglichen im Zusammenspiel mit der Zulassung für strukturelle Anwendungen innovative Lösungen, die zum Sinnbild für kreative Freiheit und den respektvollen Umgang mit der Umwelt werden.

„Einer der faszinierendsten Aspekte der Architektur ist, dass das Leben mit jedem neuen Projekt aufs Neue zu beginnen scheint.“ Die GRUPO GÁMIZ teilt die Ansichten von Renzo Piano: es gibt immer neue, nachhaltige und zeitlose Wege wie Qualitätsholz, sich den Herausforderungen der Zukunft und dem zukünftigen Leben stellt.